DIE GRÜNDUNG DER HEIDEROSE

Heiderose Geschichte Teil 1

1953 wurde die „Erfrischungsstätte Heiderose“, wie sie damals hieß, am Ostersamstag von Eugen Geiger, meinem Großvater, eröffnet.

Eugen Geiger fertigte seit Kriegsende Holzpfähle, Rebstecken, für den Weinbau in Lauffen bei Heilbronn. Weil Geld knapp war, wurde in Naturalien bezahlt, nämlich in Weinwährung. Das Wohnhaus in der Gartenstraße in Steinheim wurde zur „Weinstube Geiger“ und der Eugen war Wirt und seine Frau Elis Wirtin.

Für seine Rebstecken hatte er auf der Schäfhalde ein Stangenlager. Die Schäfhalde war bereits damals Heimat der Segelflieger, Wanderer schauten vorbei, so kam ihm der Gedanke den Leuten Erfrischungen und Vesper anzubieten.

Die „Erfrischungsstätte Heiderose“ wurde also am Ostersamstag 1953 eröffnet. Im Garten wurden Holzbänke und Tische aufgestellt, damit man auch draußen sitzen und den Segelfliegern zuschauen konnte. Wanderer und Segelflieger feierten manche fröhliche Runde.

Die „Heiderose“ und die „Weinstube Geiger“ waren Familienbetriebe. Gerhard, der Sohn vom Eugen spielte mit der Kapelle Geiger so manchen Sonntag für die „Heiderose“-Gäste auf. Es war was los. Einer der Schwiegersöhne vom Eugen, mein Vater Otto Ziegler, war in den Nachkriegsjahren begeisterter Hüttenwirt auf einer Albvereinshütte in den Alpen. Er fand in der „Heiderose“ seine Lebensaufgabe.

Die „Heiderose“ wurde zum beliebten Wanderziel und war vor allem bei schlechtem Wetter bald zu klein…